Buch VS. Verfilmung #1

14.01.2014


Wunderschönen Dienstag wünsche ich euch!
Heute geht es mal ein bisschen übers gewöhnliche Buch hinaus und rein in den Kinosaal bzw. das heimische Wohnzimmer. Besonders im letzten Jahr haben es, meiner Einschätzung nach, besonders viele Bücher geschafft, verfilmt zu werden. Tribute von Panem, Seelen, Life of Pi, Percy Jackson, Chroniken der Unterwelt und und und. Natürlich sind das jetzt nur die bekanntesten. Bisher wusste ich persönlich gar nicht, dass World War Z tatsächlich auf einem Buch basiert.
Und weil ich diesem Drang, ein geliebtes Buch und geliebte Charaktere auch auf der Leinwand zu sehen, (leider) viel zu oft nachgebe, widme ich diesem Dilemma eine kleine Reihe.

Den Anfang machen "Mein fahler Freund" bzw. "Warm Bodies" und "Chroniken der Unterwelt - City of Bones".


Auf "Chroniken der Unterwelt - City of Bones" habe ich mich sogar wirklich lange im voraus gefreut. Ähnlich, wie bei Tribute von Panem, war ich absolut gespannt auf die Umsetzung. Denn, wie dieser Rezension zu entnehmen ist, war ich von den ersten Bücher wirklich begeistert. 
Im Endeffekt war ich dann aber sehr enttäuscht vom Film: in den ersten Minuten sind schon die Synchronstimmen negativ aufgefallen, aber daran gewöhnt man sich nach einem holprigen Start irgendwann. Die Szene in dem Club, in der nur Clary (Lily Collins) die Schattenjäger sehen kann, hat mir zuerst fast den Atem verschlagen, aber im positiven Sinn! 
Ab dem Moment, in dem Isabelle (Jemima West) erscheint war ich wirklich gefesselt und fand die Verfilmung dieser Szene wirklich fantastisch. Bis zu dem Moment, in dem Jace (Jamie Campbell Bower) auftaucht und da war jegliche Freude dahin. Den Cast finde ich nämlich, bis auf Jace, wirklich passend. Aber bei ihm weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Im Buch ist er der attraktive und im Film zum Weglaufen. Okay, aber das ist ja immer Geschmackssache. Ansonsten finde ich besonders Jocelyn (Lena Headey) wirklich passend. 
Aber wie soll ein Film schon werden, wenn man einen der Hauptcharaktere nicht sehen kann? Der Film würde ohne ihn zwar auch nicht zu meinen Lieblingsfilmen werden, aber zumindest wäre mein größter Kritikpunkt beseitigt. Ein richtiger Schritt in Richtung Lieblingsfilm war aber Jonathan Rhys Meyers, der Valentin Morgenstern spielt. Da muss ich eine große Schwärmerei gestehen! Zumindest am Ende nahm der Film also eine positive Wendung.

Alles in allem eine eher enttäuschende Verfilmung, die mich vielleicht auch den Spaß am 4. Buch der Reihe gekostet hat, welches ich erst danach gelesen habe.



Dagegen deutlich zufriedenstellender war "Warm Bodies" bzw. als Buch "Mein fahler Freund".
Über diesen Film bin ich nur zufällig gestolpert, als mir die Beschreibung des Films (ich kann mir ja keinen Zombie-Film entgehen lassen!) sehr bekannt vorkam. Und tatsächlich basiert der Film auf einem Buch, welches ich wirklich mit großer Freude gelesen habe.
Die Zombie-Apokalypse geschildert aus den Augen eines Zombies? Das ist mal etwas neues, als das ständige Menschen-kämpfen-ums-Überleben. Stattdessen zeigt uns R (Nicholas Hoult), der sich nicht mehr an seinen vollständigen Namen erinnern kann, sein Leben auf einem Flughafen, auf dem er mit Hunderten anderer Zombies zusammenlebt. Eines Tages marschieren sie, aufgrund vom typischen Hungergefühl, in Richtung Stadt.
Hier war mein erster Gedanke "Oh F***, also wenn Zombies in anderen Filmen so agil, beweglich und schnell wären, dann wäre die Menschheit ziemlich schnell am A****". Man stelle sich mal vor, bei The Walking Dead springt ein Zombie geschmeidig auf einen Tisch, springt von oben auf sein Opfer, um seinen Kopf dann immer und immer wieder gegen den Boden zu donnern. Tja, da wäre es mit der Menschheit ziemlich schnell zu Ende.

"Ich fühl mich nie so richtig wohl in meiner Haut. Vielleicht weil sie anfängt zu verwesen."

Sowohl im Buch, als auch im Film, bringt R das ganze aber so sympathisch, witzig und ehrlich rüber, dass man ihn einfach selbst ins Herz schließt. Ebenso tut dies auch die Überlebende Julie (Nicholas Hoult) und es entwickelt sich, innerhalb eines Zombie-Films, tatsächlich ein wenig Romantik.

Das Buch hat mich wirklich überzeugt, auf jeden Fall wären das ♥♥♥♥♥ fünf Herzen geworden, und der Film hat das dann genauso geschafft. Die ganze Geschichte war eng am Buch gehalten, sodass dann kein seltsamer Moment aufkam, nur das Ende war dann doch, typisch romantische-Komödie, viel positiver gestaltet und näher an einem Happy End, als die Vorlage.
Hier hätte mir dann wohl doch das Buch-Ende besser gefallen, weil es für mich weniger das Klischee verkörpert, als das Film-Ende.

Was sagt ihr zu den beiden Verfilmungen? Oder kennt ihr andere tolle Verfilmungen, die eher den Standart, dass die Verfilmung nie an das Buch heranreicht, brechen? 




[Bezogen habe ich mich stellenweise auf Lovely Bookschronikenderunterwelt.devideoload.de und warmbodies-derfilm.de]

Kommentare:

  1. Ich habe leider beide Bücher & Filme nicht gesehen, obwohl ich in den ersten rein wollte...

    Danke für deinen Kommentar!
    So wie ich das jetzt verstehe hast du dich fürs Studieren entschieden? Was möchtest du denn studieren? :)

    Leider wird das Abi wirklich mehr oder weniger hinterhergeworfen, aber leider auch immer mehr vorausgesetzt - & das nicht nur fürs Studium.

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    1. Ja, ich habe mich nun vorerst fürs Studium entschieden :) Wird, wenn jetzt nicht der Wahnsinns Geistesblitz kommt, medizinische Informatik.

      Den Zweiten Film finde ich ja viel empfehlenswerter, nur etwas unbekannter!
      Liebste Grüße,
      Katja

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